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Ressourcenkalender zur Burn-Out-Prophylaxe

15. März Wie die Spatzen das Hüpfen lernten

Im Garten des Sultans stolzierte hoch erhobenen Hauptes ein Pfau herum, der ein Rad schlug  und dabei  seine schillernden Federn präsentierte.

Ein grauer Spatz beobachtete ihn und dachte bei sich: Wenn ich doch auch so elegant sein könnte wie der Pfau, würde mich jeder viel mehr beachten und bewundern.

Er setzte deshalb sogleich seine Gedanken in die Tat um, begann seinen kurzen Hals zu recken, streckte seinen Kopf in die Höhe, plusterte seine Federn auf, versuchte, seine Schwanzfedern zu spreizen und trippelte stolz hin und her.

Doch bald tat ihm durch die ungewohnten Bewegungen der Nacken weh, sein Köpfchen schmerzte, sein Rücken verspannte sich und die ungewohnten Bewegungen strengten ihn an und ermüdeten ihn.

Anstatt der erhofften Beachtung und Bewunderung lachten ihn die bunten Papageien, die weißen Schwäne und selbst die watschelnden Enten des Sultans aus. „Seht nur, wie der graue Spatzen – Pfau herumtrippelt! Wie wundervoll komisch er sein Gefieder trägt – und wie er erst läuft!

Schließlich besann sich der Spatz und dachte bei sich: „So sehr ich mich auch anstrenge, es gelingt mir einfach nicht, das Rad zu schlagen und ein Pfau zu sein. Also werde ich mich wieder wie ein Spatz verhalten.“

Als er aber versuchte, wieder so zu laufen wie zuvor, gelang es ihm nicht mehr –  er konnte nur noch hüpfen!

 

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