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7. März – Die Geschichte vom Frosch und der Schildkröte

Die Wasserschildkröte Keha und der Frosch Gnaske kannten sich schon lange, sie waren alte Freunde. Eines Tages trafen sie sich wie üblich am Vormittag, setzten sich auf einen warmen Stein am Ufer des Sees, tauschten Neuigkeiten aus und schwatzten. Doch plötzlich zogen Wolken auf, der Himmel verdunkelte sich, ein Gewitter zog heran. Die Schildkröte blickte ängstlich zum Himmel, während schon die ersten Regentropfen auf die Erde platschten. „Ich möchte nicht naß werden, ich erkälte mich so leicht und bekomme Halsweh und Schnupfen.“

„Ja, du hast ganz recht“ antwortete ihr der Frosch zustimmend. „ Es ist  nicht gut, wenn man naß wird. Komm, wir machen uns schnell davon!“

Und mit einem Platsch sprangen beide ins Wasser.

 

 

Sinusitis – Homöopathie, wenn Antibiotika und Kortison versagen

 

Die Sinusitis, eine Entzündung der Nasennebenhöhlen, wird hauptsächlich durch Bakterien, Viren oder Allergien ausgelöst. Die Schleimhäute in der Nase,  in der Stirnhöhle oder der Kieferhöhle schwellen an, das Sekret kann oft nicht mehr abfließen, durch den Druck entstehen Kopfschmerzen, die sich durch Bücken verstärken. Eine verstopfte Nase, Schwellungen im Gesichtsbereich, Erkältungssymptome wie Halsschmerzen und Husten sowie Fieber sind typische Begleitsymptome einer Sinusitis. Bei wiederkehrenden Nebenhöhlenentzündungen finden sich bei einer Ultraschalluntersuchung durch den Hals-Nasen-Ohren-Arzt zusätzlich nicht selten Schleimhautpolypen.

Abschwellende Nasentropfen, Schleimlöser, Antibiotika und teilweise Kortison lindern zwar die akuten Beschwerden, eine Ausheilung von chronisch wiederkehrenden Beschwerden läßt sich dadurch aber nicht immer erreichen.

 

Homöopathische Heilmittel bieten in diesen Krankheitsverläufen eine nebenwirkungsfreie Alternative, wenn die Behandlung fachgerecht durch einen homöopathisch erfahrenen Arzt erfolgt.

Eine Sinusitis ist eine Erkrankung, bei der keine Selbstbehandlung versucht werden sollte!

Ein Beispiel für eines der zahlreichen homöopathischen Heilmittel, die bei Nasennebenhöhlenentzündungen erfolgreich eingesetzt werden können, ist:

 

Teucrium marum verum, (synonym  Marum verum)

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Das Heilmittel wird auch als Katzengamander oder Amberpflanze bezeichnet und stammt von einer krautigen Duftpflanze aus dem Mittelmeerraum mit silbrig-weißen Blütenknospen und rötlich-violetten Blüten.

In der Volksheilkunde wurde es vorwiegend bei Entzündungen im Hals- und Rachenbereich und bei verstopfter Nase eingesetzt.

Das homöopathische Mittel entfaltet seine volle Wirkung, wenn es durch den zu häufigen Einsatz von Medikamenten zu einer Überempfindlichkeit auf diese Mittel gekommen ist. Mittel, die anfangs die Beschwerden beseitigten, wirken plötzlich nicht mehr oder es kommt zu zahlreichen Nebenwirkungen wie Magenschmerzen,  ärgerlicher Gereiztheit, besonders abends während des Essens, die schon dadurch verstärkt wird, wenn eine andere Person redet oder etwas erzählt. Zusätzlich entstehen eine körperliche Unruhe und Kopfschmerzen.

Diese „Neurasthenie“ zeigt sich in Gleichgültigkeit und Abneigung gegen jegliche Arbeit, depressiven Verstimmungen, Schwäche, Übermüdung und Erschöpfung.  Das Gefühl herrscht vor: „Laßt mich doch in Ruhe, mir ist einfach alles zu viel!“

Die Nase ist abwechselnd einseitig oder komplett verstopft und von Schnupfen, Kribbeln in der Nase und häufigen Niesanfällen begleitet. Es kann zum Verlust des Riechvermögens und Bildung von Polypen in der Nase oder den Nasennebenhöhlen kommen.

Halsschmerzen mit fauligem Mundgeruch und modrigem Geschmack im Mund, wenn der Schleim hochgeräuspert wurde, sind typische Symptome, wenn Teucrium marum verum für die Heilung angezeigt ist.

 

Durch das homöopathische Mittel wird die Reaktionsschwäche beseitigt, die durch die vorausgegangene Einnahme von  zu vielen Medikamenten (allopathische oder auch homöopathische) verursacht wurde.

 

Tip:

·        Bei verstopfter Nase und Nebenhöhlenentzündungen helfen tägliche Spaziergänge, am besten im Park, Wald oder am Waldrand.

·        Dampf-Inhalationen mit Wasser und Meersalz (in der Duftlampe oder einem Wasserbehälter auf einem Stövchen) befeuchten die Schleimhäute und bringen sie zum Abschwellen.

·        Fieber nicht gleich bekämpfen, sondern lieber die Arbeit für einige Tage unterbrechen und sich Ruhe gönnen, und die Selbstheilungskräfte des Körpers wieder aktiviert werden.

·        Regelmäßig in die Sauna und ins Schwimmbad gehen, um so die Abwehrkräfte rechtzeitig zu steigern. (Nicht bei akuten Entzündungen).

·        Unbedingt eine zahnärztliche Untersuchung durchführen lassen mit Röntgen –Übersichtsaufnahme beider Kiefer und der Kieferhöhlen (OPG) zum Ausschluß von entzündeten Zahnwurzeln und Zahnherden.

 

ARUM TRIPHYLLUM – WENN DIE STIMME VERSAGT

Der dreiblättrige Aronstab stammt aus Nordamerika und ist dort unter dem Namen Indianerrübe bekannt, weil die getrockneten Wurzelknollen von den Indianern als Nahrungsmittel genutzt wurden. Synonym wird die lateinische Bezeichnung Arisaema triphyllum für die 15- 30 cm hohe Pflanze verwendet, die in Staudengärtnereien unter dem Namen Dreiblatt-Feuerkolben bekannt ist.

Die Aronstabgewächse oder Araceae besteht aus etwa 1800 Arten, von denen viele in den Tropen als Nutzpflanzen kultiviert werden und Blattgemüse, Früchte und stärkespeichernde Knollen liefern und bei uns vor allem als Zierpflanzen  wie die Zimmerkalla, Dieffenbachie und Flamingoblume bekannt sind. Der gefleckte Aronstab (Arum maculatum) mit tütenförmigen Hüllblatt und seinen roten Beeren an einem Stiel wächst bei uns im Wald und ist äußerst giftig.

 

Die meisten der Aronstabgewächse enthalten im frischen Zustand Toxine und lösen immer sehr ähnliche Vergiftungserscheinungen aus. Bei bloßem Hautkontakt oder auch nach dem Verzehr frischer, roher Pflanzenteile kommt es zu Reizerscheinungen an der Haut und an den Schleimhäuten. Neben Juckreiz und Brennen können Entzündungen mit Blasenbildung auftreten. Zusätzlich entwickeln sich Schwellungen im Nasen- Rachenraum, Zungenbrennen, Heiserkeit und vermehrter Speichelfluß. Schwerere Vergiftungen führen zu Magen- Darm- Beschwerden mit Erbrechen, Blutungen und Krämpfen.

Nach wiederholtem Pflanzenkontakt entwickeln sich bei Floristen und Pflanzenzüchtern oft allergische Reaktionen, wie Kontaktdermatitis, Heuschnupfen und Asthma.

 

Die hautreizenden und toxischen Wirkungen werden durch Scharfstoffe wie das bittere Saponin und Coniin hervorgerufen. Mit scharfen, giftigen Nadeln aus Calcium –Oxalat, den Raphiden, die in großen Mengen in speziellen „Schießzellen“ gespeichert werden, werden dann bei Pflanzenkontakt die Giftstoffe ähnlich wie mit einer Spritze in die Haut und in die Schleimhäute „injiziert“.

 

Das homöopathische Mittel Arum triphyllum ist dafür bekannt, daß es

Schnupfen und Heiserkeit heilt, die durch Überanstrengung der Stimme verursacht werden.  Dies gilt für alle Berufsgruppen, die viel sprechen oder singen müssen: Politiker, Geistliche, Lehrer, Schauspieler und Sänger können ebenso wie Manager, Professoren und Teamleiter „ein Lied davon singen“, wenn die Stimme bei einem wichtigen Termin versagt.

Die Stimmirritation kann einerseits durch kalten Wind ausgelöst sein, andererseits führt aber auch die Aufregung vor der geplanten Rede, dem Auftritt, Konzert, der bevorstehenden Präsentation oder Diskussion zu Heiserkeit bis hin zu völligem Stimmverlust, der Aphonie. Typisch ist auch, daß die Stimme sehr veränderlich ist: plötzlich kommen die Sätze, die doch laut und klar gesagt werden wollten,  nur noch piepsig oder heiser heraus. Oder die Stimme schwankt zwischen hohen und tiefen Tönen, einzelne Worte sind kaum hörbar, weil die Stimme versagt, oder die Stimme wirkt gebrochen.

Zu allem Überfluß entsteht noch ein akuter Schnupfen mit wäßrigem, wund machenden Sekret, die Nase ist entzündet und verstopft, man muß durch den Mund atmen. Unwillkürlich zupft man an der wunden Nase und den trockenen, rissigen Lippen (bis sie bluten). Ein nervender Kitzelhusten, der durch den Schleim in der Luftröhre stammt, schmerzt so, daß man sich beim Husten vor Schmerz unwillkürlich an den Hals greift.

Auch die Augen können lichtempfindlich werden und tränen, das linke Oberlid zuckt eventuell leicht.

Zu den Beschwerden gesellen sich Kopfschmerzen, Benommenheit und die Konzentration. Zuhören und zu verstehen was andere sagen, fällt schwer. Auch der eigene Gedankengang scheint verschwunden, die Melodie, die geplanten Worte und Sätze sind vergessen. Am liebsten würde man weggehen, einfach der Situation entfliehen. Stattdessen ertappt man sich, wie man an den Nägeln kaut.

 

Selbstbehandlung in akuten Situationen:

Arum triphyllum D12 Globuli, anfangs halbstündlich 5 Globuli  lutschen, danach auf 1 bis 2 stündige Intervalle übergehen. Sofort die Mitteleinnahme beenden, wenn sich die Symptome gebessert haben.

 

Behandlung bei chronischer Heiserkeit, Heuschnupfen, Kontaktdermatitis und Asthma:

Zu Beginn ist immer eine fach- und allgemeinärztliche Untersuchung erforderlich. Die homöopathische Therapie ist bei einem erfahrenen Arzt für klassische Homöopathie zu empfehlen, da es neben Arum triphyllum eine große Auswahl an homöopathischen Heilmitteln zur Linderung und evtl. Ausheilung der chronischen Kranheitssymptome gibt.

 

Rhus toxicodendron – Homöopathie bei Erkältungsinfekten

Gerade war das Wetter noch sonnig, mit angenehmen Temperaturen und mild. Doch plötzlich ist die Regenfront da, von der man gehofft hatte, daß sie erst in ein paar Tagen ankommen würde.

Natürlich liegt der Schirm zu Hause und die Kleidung ist auch für die plötzlich gesunkene Temperatur viel zu dünn und schnell durchnäßt. Trotzdem muß noch einiges erledigt werden, bevor man nach Hause fahren und warme, trockene Kleide anziehen kann. Allerdings machen sich da schon die ersten Erkältungsanzeichen bemerkbar: Ein Schnupfen kündigt sich an, der Nacken ist

ein bißchen steif, und die Arme und Beine fühlen sich schwach an und schmerzen wie zerschlagen.

Rhus toxicodendron ist das homöopathische Heilmittel vom Giftsumach- Strauch, der zu der Pflanzenfamilie der Sumach- Gewächse gehört, zu der auch der Essigbaum und der Giftefeu zählen. Während der in Deutschland in Parks und botanischen Gärten vorkommende Strauch sehr giftig ist und schon das Berühren der Blätter und Zweige zu schweren Vergiftungserscheinungen führen kann, ist das homöopathisch zubereitete Mittel ungiftig.

Typisch für die Heilwirkung von „Rhus tox.“ ist das Auftreten von Beschwerden nach Naß- und Kaltwerden, durch Zugluft und nasse Füße, besonders, wenn man vorher erhitzt und verschwitzt war. Damit verbunden ist meist eine Überanstrengung.

Das kann eine Situation in einem überwärmten Seminar- oder Konferenzraum sein, wo plötzlich durch das Öffnen eines Fensters Zugluft entsteht, oder auch nach dem Sport, wenn man in der verschwitzten Kleidung zu frieren anfängt.

Dieses Frieren kann bis tief in den Blutgefäßen empfunden werden. Die Erkältung kann begleitet sein von Kopfschmerzen, einem steifen Hals, Ischiasbeschwerden und Rückenschmerzen. Dazu kommen Heiserkeit mit wunden Halsschmerzen, Schnupfen und eine entzündete Nase, eventuell entzündete Augen mit Lichtempfindlichkeit und geschwollene Lider.

Doch vor allem nachts verstärken sich alle Beschwerden. Man findet keinen Schlaf, keine Stellung ist bequem, man muß dauernd ruhelos die Stellung wechseln. Am liebsten würde man aufstehen, weil Sorgen, Gedanken an unangenehme Ereignisse, Ängste und Traurigkeit überhand nehmen.

Etwas Linderung verschafft sich auszustrecken, warme Getränke und eine harte Unterlage. Beim Aufstehen schmerzen die Gelenke und Sehnen, als wären sie steif und eingerostet, doch nach einigen Schritten lassen die Schmerzen nach.

Die große körperliche Ruhelosigkeit ist auch mit einer innerlichen Ruhelosigkeit verbunden. Man kann die Gefühle nicht mitteilen und seine Zuneigung nicht zeigen, weil eine Art von Steifheit zu Niedergeschlagenheit und Mutlosigkeit führt.

Selbstbehandlung bei leichteren Erkältungssymptomen:

Rhus-t. C12, 5 Globuli stündlich bis zur Besserung. Bei eintretender Besserung die Globuli – Einnahme sofort beenden. Erst bei wieder auftretenden Symptomen in größeren Abständen (2-3Std) wiederholen.

Bei stärkeren Krankheitsbeschwerden ist immer eine ärztliche Untersuchung und Behandlung erforderlich!

Natürlich gibt es zahlreiche andere homöopathische Heilmittel zur Behandlung von Erkältungsinfekten, Schnupfen, Husten und Heiserkeit.

Die Beschreibung von Causticum und Ferrum phosphoricum folgen bald.